Erfahrungsbericht zu Vördur:

 

 

 

Vördur ist ein 13-jähriger Wallach, ein Isländer. Ich habe ihn vor über vier Jahren gekauft, mein erstes eigenes Pferd, und hatte schon viel Spaß mit ihm, bis hin zur ersten  Turnierteilnahme.

 

 

 

Vördur war von Anfang an eher zu dünn als zu dick. Im Laufe der Zeit schlichen sich  dann die Probleme ein. Seine Leistungsfähigkeit ließ langsam aber sicher nach. Die Leberwerte waren nicht in Ordnung. Trotz Medikament änderte sich nichts. Da sonst nichts festgestellt wurde, wurde der Fellwechsel vorgeschoben. Ich solle einfach mal abwarten. Eine weitere Empfehlung war, ich solle dem Pferd mehr Kraftfutter geben. Schließlich hieß es, er hätte eine Pollenallergie, wodurch die Lunge eingeschränkt wird. Das wäre aber gar nicht so schlimm, er könnte damit leben. Ich solle mir nicht so viele Sorgen machen. Beim Reiten fing er an zu Stolpern. Auch hierüber solle ich mir doch keine Gedanken machen, das kommt schon mal vor. Schließlich ist er mit langgestrecktem Kopf mit beiden Vorderbeinen gleichzeitig eingeknickt. 

 

Der Tierarzt hat eine angebliche Nervenentzündung im Bereich der Hals-/Brustwirbel-säule festgestellt. Vördur hat ein Medikament bekommen und er sollte für ca. 3 Monate nicht bewegt werden. Bei einer weiteren Untersuchung einige Wochen später wurden starke Verspannungen im Brustbereich festgestellt, die behandelt wurden. Eine Nervenlähmung würde gar nicht bestehen. Ich sollte Vördur wieder langsam und gezielt bewegen. Mein Eindruck war allerdings, dass ihm Bewegung gar nicht gut tut. Wieder einige Wochen später hieß es, dass die Verspannungen jetzt deutlich zurückgegangen sind und es müsste ihm doch besser gehen. Ich schilderte meine Beobachtungen über die immer noch vorhandenen Beschwerden und war nach wie vor der Meinung, dass Vördur besser nicht bewegt werden sollte. Daraufhin sollte ich den Halswirbelbereich röntgen lassen. Auf neun Röntgenbildern wurde gar nichts festgestellt und die Aussage des Tierarztes war dann, dass Vördur eine Nervenlähmung hätte. Ich sollte ihn mal ein Jahr auf die Wiese stellen. Entweder ist dann wieder alles OK, oder auch nicht. Ggf. könnte Vördur auch daran sterben.

 

Diese Aussage konnte und wollte ich nicht akzeptieren.

 

Auf Empfehlung meiner Reitlehrerin habe ich Vördur dann zu einem „Spezialisten“ gebracht. Ich schilderte ihm den Verlauf des letzten Jahres und meine Beobachtungen zu Vördur´s Beschwerden. Er musste für umfangreiche Untersuchungen ein paar Tage beim Tierarzt bleiben und schließlich kam die Diagnose. Vördur´s Lunge war stark geschädigt, der Tierarzt war schockiert, und es wurde ein abgesackter Halswirbel festgestellt, der ggf. schon von Geburt an besteht. Allerdings ist Vördur vor meinem Ankauf auch schon mehrere Jahre geritten worden und es hat nie Probleme gegeben.

 

Laut Tierarzt hat die stark geschädigte Lunge, was in der Regel allergisch bedingt ist, Einfluss auf den gesamten körperlichen Zustand genommen. Letztlich ist der Körper

 

„in sich zusammen gesackt“, wodurch dann wohl der Druck auf die Nerven im Hals-/ Brustwirbelbereich erfolgt ist.

 

 

 

Zunächst einmal hat Vördur etliche Medikamente verschrieben bekommen. Zusätzlich hat der Tierarzt empfohlen, ihn für sechs Monate an die Nordsee zu stellen. Das dortige Klima würde dem Pferd sehr gut tun und das Pferd soll für sechs Monate einfach mal Pferd sein und nichts tun. Weiterhin sollte er nicht mehr auf Stroh stehen und nur noch Silage bekommen. Das Pferd zur Kur? Das hatte ich bis dahin noch nicht gehört.

 

 

 

Auf der Suche nach einem geeigneten Unterstellplatz fand ich dann die Pferde-Reha von Maren im Internet. Hier standen auch etliche Isländer.

 

 

 

 

 

Maren hat mich in einem Telefonat ausführlich über die Art und Weise der Unterbringung und Versorgung der Pferde auf ihrem Hof informiert und mir jede Frage geduldig beantwortet.

 

 

 

Nachdem die vom Tierarzt verordneten Medikamente aufgebraucht waren, brachte ich Vördur schließlich zu Maren. Am selben Tag kamen noch zwei weitere Isländer an.

 

Die drei standen zunächst für eine Woche jeweils alleinige in einem Paddock, um sich einzugewöhnen, insbesondere an die Luftveränderung.

 

 

 

Zur Unterstützung des Heilungsprozesses wurde Vördur während seines Kuraufenthaltes einmal in der Woche in die vorhandene Salzkammer gestellt. Die anschließende Bewegung auf dem Sandplatz/Führanlage förderte den Ausfluss aus der Nase, was von Maren regelmäßig beobachtet wurde.

 

 

 

Maren füttert den Pferden auf ihrem Hof eine spezielle Art Heu- Heulage. Bei der Herstellung wird darauf geachtet, dass es relativ trocken, aber trotzdem für die kranken Pferde verträglich ist.

 

 

 

Die Pferde bekommen bei Maren gar kein Stroh, sondern stehen auf Gummimatten, die regelmäßig gereinigt werden. Maren kann den Charakter der Pferde gut einschätzen und achtet daher sehr darauf, dass die Pferde in kleinen, verträglichen Gruppen untergebracht sind.

 

 

 

Mit der Unterbringung meines Pferdes auf Maren´s Hof war ich mehr als zufrieden. Die Paddocks wurden regelmäßig gereinigt. In den Sommermonaten stehen die Pferde zu zweit oder zu dritt 24-Stunden auf der Wiese, mit ausreichend Gras. Sofern erforderlich, wird ein Pferd auch nur stundenweise auf die Wiese gebracht. Zudem werden die Wiesen abgeäppelt. Weiterhin sorgt sie für eine regelmäßige Entwurmung.

 

 

 

Was mich immer sehr gefreut hat: Maren hat, besonders in den ersten zwei Wochen und dann auch regelmäßig, über WhatsApp Fotos oder kleine Videos von Vördur geschickt und mich über seinen Zustand informiert. Gerade wenn man das Pferd vorher so intensiv versorgen musste und es dann von heute auf morgen ganz weg ist, ist das eine schöne Geste.

 

 

 

Bei meinen Besuchen konnte ich sehen, dass es Vördur immer besser ging. 

 

Das Fell von Vördur ist jetzt schön glänzend und zwar so, dass unser Hund Oskar, der gerne auf Vördur reitet, mittlerweile seine Schwierigkeiten hat, sich auf ihm halten zu können. Das Pferd findet es toll, wenn der Hund oben drauf sitzt. Der gehört halt auch zu seiner Herde. Vördur, der immer eher schlank war, hat im Laufe der Zeit schön zugenommen und sieht jetzt richtig gesund aus. Die Hufe von Vördur hätten nicht besser aussehen können. Bei der zahnärztlichen Kontrolle hat die dortige Ärztin festgestellt, dass noch Splitter vom Wolfszahn vorhanden waren, die dann entfernt wurden.

 

 

 

Nach sechs Monaten habe ich Vördur wieder abgeholt und bin langsam angefangen, ihn zu bewegen. Beim ersten Aufsteigen, er hat schließlich fast ein Jahr lang keinen Reiter gesehen, hat er nicht einmal gezuckt. J Es dauerte auch gar nicht lange, da hat Vördur wieder den Rücken angehoben. Lange Zeit vorher war daran gar nicht zu denken. Er ist viel lebendiger und aufmerksamer.  

 

 

 

An dieser Stelle musste ich an die Aussage des Tierarztes denken. Bei einer Erkrankung muss man immer den „ganzen“ Körper des Pferdes sehen. Diese kann sich auf die unterschiedlichsten Bereiche des Körpers auswirken und weitere Probleme verursachen.

 

Deutlicher hätte man es nicht sagen können, zumal es bei Vördur mehr als zutraf.

 

 

 

Mittlerweile hat Vördur sich wieder gut eingelebt und das Reiten klappt immer besser.

 

Es steht jetzt in einer Allergikerherde, ohne Stroh und mit Silage.

 

Der Tierarzt war ebenfalls sehr erfreut, dass es meinem Pferd jetzt wieder so gut geht.

 

 

 

Durch das, was ich in der ganzen Zeit erlebt habe, sei es das Verhalten des Pferdes und die unterschiedlichsten Untersuchungen/Diagnosen/Behandlungen habe ich viele Erfahrungen gemacht.

 

 

 

Ohne Maren´s Hilfe würde es Vördur jetzt nicht so gut gehen.

 

Auf der Internetseite von Maren wurde ich auch auf die Bioresonanzuntersuchung aufmerksam. Hierdurch hat Maren festgestellt, welche Stoffe für Vördur verträglich bzw. unverträglich sind. Sie hat Vördur während seines Kuraufenthaltes dann auch entsprechendes Müsli und Mineralfutter verabreicht. Dieses füttere ich jetzt natürlich weiterhin.

 

 

 

Ich habe mein Pferd bei Maren stets gut aufgehoben gewusst und kann sie mit ihrer umfangreichen Erfahrung sehr empfehlen. Sie hatte immer ein offenes Ohr für aufkommende Fragen. Ihr freundliches und stets hilfsbereites Team hat mich ebenfalls überzeugt.

 

 

 

An dieser Stelle sage ich daher nochmals ganz herzlichen Dank!

 

Erfahrungsbericht:

 

 

 

Niño ist heute 18 Jahre alt. Und wäre Maren und ihr Team nicht gewesen, dann wäre er wahrscheinlich auch nicht viel älter geworden.
Am Anfang des Jahres 2016 fing alles an. Husten, Atemnot, Fieber, Bakterien, Viren...etc. und am besten auch noch alles gleichzeitig oder im Wechsel. Niño hatte alles zu bieten.

Sehr viele Tierarztbesuche und ein Klinikbesuch brachten kein Licht ins Dunkle. Keiner wusste wo genau der ganze Schleim eigentlich her kam, kein Medikament wirkte. Auch das neu angeschaffte Inhaliergerät und teure Medikamente auf Anraten der Klinik halfen nur bedingt.

Im Stall wurde noch ein Pferd krank. Und irgendwann tauchte die Idee auf, man könnte doch an die Nordsee fahren. Zunächst nur ein Gehirngespinst.
Doch eine Freundin plante,  nahm sich vier Wochen frei um mit ihrem Pferd und Niño Urlaub an der Nordsee zu machen.

An dieser Stelle nochmal vielen Dank an Conny, ohne dich wäre vieles anders gelaufen und bestimmt nicht positiv für Niño.

So ging es Anfang September hoch nach Sahlenburg.
Doch nach zwei Wochen oben, als alle dachten…mehr Schleim kann das Pferd nicht produzieren…lief es immer mehr.

Geplant war, dass Niño Ende September 2016 wieder mit nach Hause fährt. Doch wir haben Niño angesehen und spontan die Entscheidung getroffen, dass Niño an der Nordsee bleiben sollte.

 


Ich habe Maren über ihre Internetseite gefunden und angerufen.

Und ich danke dir von ganzem Herzen, Maren, dass du Niño von heute auf morgen bei dir aufgenommen hast und ihn sogar aus Sahlenburg mit dem Hänger abgeholt hast.

Die spontane Aktion ist jetzt 12 Monate her. Ich weiß nicht wie oft Maren mir geschrieben hat, dass sie selten solche Massen an Schleim gesehen hat.
Immer wieder passte Maren die Behandlung in Rücksprache mit mir an.

 

 
Und siehe da, jeden  Monat den ich hochgefahren bin, habe ich gesehen, dass Niño immer weniger Schleim produzierte und auch immer mehr an Lebensfreude zurück gewann. Und das ganze ohne Medikamente, nur mit der Kraft von gutem Futter, Kräutern und zu Beginn natürlich auch durch die Salzkammer.

Sogar kleine Wattritte waren die letzten Monate möglich, obwohl am Anfang des Jahres selbst Spazierengehen eine Qual war.

Die letzte Tierarztuntersuchung zeigte uns, dass Niño immer noch ein Geräusch auf der Lunge hat, aber dies kein Vergleich mehr zu Vergangenheit war. Auch war der TA der Meinung, dass das Geräusch auch nicht mehr weggehen wird.

 

Wir beschlossen also zusammen, dass ich einen Versuch wagen sollte. Und so ist Niño in im April 2017 wieder zu mir nach Siegen gezogen.

Hier versuchen jetzt alle an einer optimierten Haltung zu arbeiten damit Niño gesund bleibt. Und bisher klappt das ganz gut.

 

 

 


Vielen lieben Dank Maren. Das kann ich nicht oft genug wiederholen. Du hast dir mit deinem Team größte Mühe gegeben jedem Pferd auf seine Weise gerecht zu werden.

 

 

 

DANKE!

 

 

 

Liebe Grüße

 

Sarah und Niño

 

Svala v. Wellesberg

Ich möchte hier kurz über Svala berichten: Svala galt bereits in jüngeren Jahren als empfindlich und hat bei Erkältungen häufig als erste „hier“ gerufen. Die Diagnose eines allergischen Asthmas war relativ schnell gestellt. Wir haben also ihre Haltungsbedingungen  früh auf die Gabe von nassem Heu und Gehrheu und die Einstreu auf Späne umgestellt (adäquate Allergigerställe waren in unserer Nähe auf lange Sicht  chronisch ausgebucht). Wenn Svala Schwierigkeiten mit den Atemwegen bekam, wurde sie mit homöopathischen Mitteln und Tees behandelt. Auf diesem Weg konnten wir Svala über viele Jahre sehr gut halten.
 

Nach einiger  Zeit verschlechterte sich Ihr Zustand jedoch bis hin zu mal mehr mal weniger starker Bauchatmung, welche wir durch die Umstellung ihrer Mittel wieder sehr gut abfangen konnten. Im Winter 2015/16 hatte Svala einen schweren Rückfall, wobei kein Mittel mehr helfen wollte. => Svala war austherapiert. Sie litt nicht nur unter starker Atemnot, sondern war sehr matt und apathisch.

Ich hatte schon öfter von Heilansätzen durch intensive Salzluftinhalation  in „Salzräumen“ gehört. Im Internet bin ich dann auf die Seite von Maren Johannsen gestoßen. Kurzentschlossen rief ich bei Maren an. Nach wenigen Takten stellte sich heraus, dass sie sowohl auf der Basis der Naturheilkunde als auch in der Veterinärmedizin über ein weites Erfahrungsspektrum verfügt.

So stand der Entschluss schnell fest, Svala an die Nordsee zu bringen. Schon kurze Zeit nachdem Svala an der Nordsee angekommen war, verbesserte sich ihr Zustand rapide. Die Therapie umfasste Inhalation in der Salzkammer, Fütterung von stoffwechselanregenden Kräutern, gezielter Gabe von Globulis, Pflege von Scheuerstellen regelmäßiger Bewegung in der Führanlage und das Vorstellen beim Schmied.   

Dank der sehr gut konzipierten Pflege hautkranker und Atemwegserkrankter Pferde  haben wir in Svala ein lauffreudiges fröhliches Pony zurück erhalten. Svala steht mit Ihrer Tochter mittlerer weile in einem Allergigeroffenstall im Taunus, an welchem die Pferde bedampftes Heu  als Grundfutter bekommen und statt Einstreu auf Bodenmatten auf einem teil-befestigten Padock mit Unterstand stehen.

Vina vom Taunusblick

Vina, war vor Ihrem Aufenthalt in Norddeutschland eine sehr selbstbewusste, allerdings eher zierliche Jungstute. 

 

Als wir uns entschlossen, unsere Svala aus gesundheitlichen Gründen an die Nordsee zu Maren zu stellen, entschlossen wir uns Vina zur Aufzucht  zu Maren mitzunehmen. Das raue Klima, die gute Salzluft und das Saftige Grünfutter sollten auch Vina zu gute kommen.

 

 

 

Dank der guten Pflege, stellt Vina heute eine gut gebaute und temperamentvolle junge Dame dar.
Vina steht mit Svala zusammen. Da Islandpferde und andere Robustrassen besonders zu Allergien neigen  bekommt auch Vina Bedampftes Heu als Grundfutter.

 

Abschließend lässt sich sagen, dass der Islandpferdehof Jódis neben einer sehr guten Reha für Pferde auch einen schönen Platz zur artgerechten Aufzucht von jungen Islandpferden darstellt.

 

 

 

Erfahrungsbericht Hufrehe

 

Hallo!

 

Ich möchte gerne einen Erfahrungsbericht zu meinem Rehepony abgeben. Allerdings muss ich dazu ein bisschen weiter ausholen:

 

Die Vorgeschichte

 

Im Herbst 2015 hat mein Konikwallach Paulchen (mittlerweile 12 Jahre) einen ordentlichen Reheschub bekommen. Mit Hilfe unseres Tierarztes haben wir das ganz gut wieder hinbekommen. Er stellte außerdem den Verdacht auf Cushing (Er hatte einen ziemlichen Speckhals und war auch sonst sehr rund). Eine Blutprobe ergab dann einen Grenzwert. Mit einer halben Tablette eines üblichen Cushingmedikaments ging es ihm auch mit den Rehen ganz gut.

 

Damit war das Ganze dann erledigt. Er bekam seine halbe Tablette und Futter wie üblich (Heu und etwas Müsli).

 

 

 

Dann kam das Frühjahr. Es war Mai 2016 und ich ließ ihn etwas angrasen (10Minuten am Tag) und plötzlich (ich meine wirklich plötzlich) ging er stocke lahm. Es war anders als das Rehelahmen, was mir dann auch der Tierarzt bestätigte. Es dauerte dann einige Tage bis wir mit Hilfe eines Angussverbandes das Hufgeschwür gefunden haben. Gott sei Dank… nur das. Es trat nach dem behandeln eine wesentliche Besserung ein, aber er ging immer noch sehr fühlig, bewegte sich kaum und war streckenweise auch noch lahm, auch mit Eisen wurde es nicht wirklich besser. Der Tierarzt hat mir keine großen Hoffnungen gemacht und bot an ihn einzuschläfern, wenn es nicht besser werde.

 

 

 

So einfach wollte ich natürlich nicht aufgeben. Er hat schon so einiges durchgemacht und ich war ihm zumindest eine zweite Meinung schuldig. Ich telefonierte mit einer Tierklinik. Wir sollten am besten rumkommen, da vor Ort einfach mehr an diagnostischen Möglichkeiten besteht. 

 

Also aufgeladen und los. Als der Tierarzt ihn sah, sagte er der geht ja wie 20. Kaum Lebensglück in ihm zu sehen. Beim ersten Vorführen dann… „Der hat Rehe!“

 

Er wurde geröntgt und es zeigte sich eine Hufbeinrotation. Er bekam Schmerzmedikamente und Stallruhe zudem sollte ich ihn auf Späne stellen und kein Gras! Zusätzlich sollte ein Rehebeschlag helfen und Entlastung bringen.

 

Mein Hufschmied fragte mich dann was für ein Rehebeschlag, nicht lange zuvor hatte er ja „normale“ Eisen bekommen, bezüglich der Fühligkeit. Ein Rückruf in der Klinik und es hieß eine Platte rein. Dies tat er dann auch. Trotz aller Dinge die wir nun taten wurde es immer noch nicht wirklich besser. Eine Tierärztin aus der Klinik musste noch zweimal kommen. Als wir noch einmal zur Kontrolle in die Klinik gefahren sind. Hieß es dann, das der Rehebeschlag nicht richtig sei. Letztendlich ist mein Hufschmied in die Klinik gefahren und hat mit dem dortigen Tierarzt besprochen was am sinnvollsten sei. Gott sei Dank –Ich hätte ihn knutschen können. Er kam mit den Röntgenbildern und konnte so sehen, dass er den Huf noch um so einiges kürzen konnte und er legte eine Platte mit Erhöhung ein. Dies gab die erste Entlastung.

 

Jetzt kommt Maren ins Spiel

 

Sicher fragt sich jeder was dies mit Maren Johannsen zu tun hat.

 

Meine Nachbarin hatte im Sommer 2015 ihre Stute bei Maren bezüglich ihres Hustens. Sie schwor auf die Kräuter und die Haaranalyse. Ich stand dem ganzen sehr skeptisch gegenüber. Sie meinte dann, ruf sie doch mal an.

 

Das tat ich dann auch. Und allein unser Telefongespräch machte mir Mut. Ich wechselte sofort auf Heu vom zweiten Schnitt aus dem letzten Jahr. Über die Fütterung hat keiner der Tierärzte mit mir gesprochen. Es hieß Heu und kein Gras.

 

Ich schickte schließlich Haare zu Maren. Was hatte ich zu verlieren. Teuer war eh schon alles.

 

Ich bekam einen ausführlichen Bericht und Vorschläge mit Kräutern. Was mir plötzlich einleuchtete war… Als Paulchen im Herbst die Rehe hatte, stand er auf unserem Reitplatz, wo Eicheln lagen (in diesem Jahr leider sehr viele)… nun sollte er mit Kräutern und Mitteln entgiftet werden.

 

Und von da an ging es Paulchen wesentlich besser. Maren riet mir das Paul nun Tag und Nacht draußen bleiben soll und Heu (aus engmaschigem Heunetz) und Wasser weit auseinander stehen sollten. Er sollte sich viel bewegen, abspecken und auch viel Wasser zur Verfügung haben. Das Heu blieb beim zweiten Schnitt. Eine Vermutung war, das unser Heu vom ersten Schnitt in Grasform auch noch gedüngt war.

 

Seitdem sind seine Haufen viel größer und er ist richtig gut drauf, an allem interessiert und sehr aufmerksam.

 

Ich muss zugeben, dass ich die Fütterung zu leicht genommen habe und ich weiß nicht wie es ohne Marens Hilfe ausgegangen wäre.

 

Ich habe später noch mal eine Haarprobe zu ihr geschickt und es gab noch so ein zwei Sachen die er brauchte, aber es war längst nicht mehr so schlimm.

 

Was Paulchen weiter bekam war die Cushingtablette. Da traute ich mich nicht so richtig ran. Es ging ihm gerade so gut, dass ich nichts riskieren wollte. Aber dann habe ich es doch gemacht. Ich habe die Tabletten (in Rücksprache mit Maren) langsam abgesetzt und schließlich bin ich auf Mönchspfeffer umgestiegen. Ich war anfangs sehr unsicher…man liest ja so einiges darüber im Internet. Aber, es klappt.

 

 

 

Nun haben wir Sommer 2017 und es geht Paulchen immer noch blendend. Im Winter steht er im Stall mittlerweile auf Stroh, im Sommer Tag und Nacht draußen und ab und zu darf er auch etwas Gras, dazu jede Menge Bewegung und ganz viel Arbeit mit Herz, da er ein richtig Menschenbezogenes Pony ist. Beim Heu bleiben wir weiterhin beim zweiten Schnitt.

 

 

 

Liebe Maren, hab vielen Dank für deine Hilfe, dein Mut machen, deine Kompetenz und die viele Zeit.

 

 

 

Annabell und Paulchen aus Dachtmissen

 

 

 

Erfahrungsbericht Simba

 

 

 

Diesen Monat ist Simba schon 2 Jahre bei Maren am Stall und ich war vor 2 Wochen zu Besuch um mal wieder festzustellen, dass es ihm wirklich prächtig geht.

 

 

 

Nach einem Skiunfall vor 2 Jahren und mehreren Monaten auf Krücken konnte ich mich nicht mehr vernünftig vor Ort um ihn kümmern und zudem war ich zu dieser Zeit auf Jobsuche und wusste nicht wo es mich hin verschlagen würde. Außerdem machte eine periodische Augenentzündung Simba erhebliche Probleme und die Ärzte in der Tierklinik Dülmen entschieden am Ende das Auge zu entnehmen. Zu dieser Zeit fiel auch die Entscheidung ihn zu Maren auf den Hof zu bringen, ich hatte ihre Kurangebote im Internet gefunden. Ich hatte damals nicht einmal die Möglichkeit mir den Hof vorher anzusehen und so bin ich mit frisch operiertem Pferd in Otterndorf aufgeschlagen. Die paar Tage in der Klinik hatten Simba mächtig zugesetzt, auch seine Kurzatmigkeit war umgehend zurück. (Er leidet seit über 15 Jahren an COB und reagiert extrem auf jeglichen Staub. In seiner Heimat Aachen war es uns nur durch konsequente Offenstallhaltung mit täglicher Bewegung und regelmäßigem inhalieren möglich seine Probleme in den Griff zu bekommen. Ich hätte Simba in den ersten Jahren seiner Krankheit viel Leid ersparen können, wäre ich früher über die Heilungschancen aufgeklärt gewesen. Die ersten Tierärzte hatten damals unheilbare Dämpfigkeit diagnostiziert und Simba musste über Jahre Cortison Kuren schlucken die nur die Symptome etwas linderten, aber nicht das eigentliche Problem behoben. Das Wissen im Bereich Atemwegserkrankungen hat sich zum Glück über die letzten 15 Jahre sehr gewandelt).  

 

 

 

Die ersten Wochen stand er alleine in einer großen Paddockbox um sich von der OP zu erholen und sich an das einseitige Sehen zu gewöhnen. Mit der guten Luft, dem Salzraum und der Bewegung im neuen zu Hause verbesserte sich auch seine Kurzatmigkeit schnell wieder. Danach kam er auf die Wiese und durfte den Sommer genießen. In dieser Zeit startete ich einen neuen Job in Großbritannien und war dankbar für die tolle Pflege von Simba durch Maren und ihre Mitarbeiter. Ich hätte nie gedacht, dass ich für Simba mal so eine zuverlässige, langjährige Pflege finde. Maren hat ein extrem umfangreiches Wissen über Atemwegsprobleme, Fütterung und allgemeine Pferdehaltung. Da Simba nun auch ein fortgeschrittenes Alter erreicht hat und die Zähne nicht mehr ideal funktionieren, wird er nun täglich mit aufgeweichten Heupellets verwöhnt. Egal was mit dem Pferd ist, Maren weiß immer das Richtige zu tun und hat für die Sorgen einer Pferdemama immer ein offenes Ohr.

 

 

 

Es ist für mich total beruhigend das Pferd so gut umsorgt zu wissen, während ich im Ausland arbeite. Seine Atemwegsprobleme hat Maren super im Griff, er geht noch weiterhin in den Salzraum und die Führanlage. Über die letzten 2 Jahre habe ich viele Pferde bei Maren auf den Hof kommen und wieder gehen sehen und bin jedes Mal wieder begeistert welche Verwandlung sie in kurzer Zeit durchmachen. Selbst scheinbar unheilbare Pferde springen nach ein paar Monaten wieder glücklich über den Hof.

 

Ich kann es Jedem wärmstens empfehlen der ein atemwegskrankes Pferd hat! Ein paar Monate Kur wirken wirklich Wunder.

 

 

 

Ich habe mit Maren nicht nur ein tolle Pflege fürs Pferd gefunden, sondern auch eine gute Freundin und freue mich nun jedes Mal aufs Pferd und die neugewonnenen Freunde, wenn ich zu Besuch nach Otterndorf komme. Danke Maren für Alles :-)!

 

Pferdereha Nordsee
Labiauer Str. 4
21762 Otterndorf

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Tel.: 04751-978 3562
mobil: 0152-22715100